Aktuell Petra Kaltenmorgen Kurzinfo | Kunst in Niedersachsen | KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN

KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN


        



Band 72
Petra Kaltenmorgen – Kurzinfo

Petra Kaltenmorgen arbeitet als Künstlerin vornehmlich mit dem Medium der Fotografie, aber auch der Installation und Objektkunst. In allen ist sie den alltäglichen Dingen auf der Spur, geht sie auf neue, die Betrachter inspirierende Weise an. 1996 schreibt die Künstlerin: „Es geht um Beziehungen, um Ferne und Nähe zu den Dingen, zum Elementaren und Einfachen. Das Bedürfnis zu verstehen, zu begreifen ist groß. Etwas ganz zu tun.“ Die frühen Zyklen, in denen die Künstlerin ausschließlich mit Schwarz-Weiss-Fotografie arbeitet, gehen die Welt der Dinge extrem sachlich an, ohne Schnörkel und Beschönigungen. Immer wieder werden die dargestellten Objekte in neues Licht gerückt; etwa, wenn in der Serie „Blind Fields“ weiße Gegenstände auf weißem Grund gezeigt werden und unsere Sehgewohnheiten irritierend unterlaufen werden. Oder wenn Menschen in der Werkserie „GegenLicht“ als Porträts im Gegenlicht präsentiert werden und die Überblendungen im Bild unsere Imaginationskraft zur Komplettierung der Figuren herausfordert. 
Auch in den fotografischen Serien in Farbe werden die Dinge in der Welt in neue, konsternierende Situationen gebracht, spielt das an- oder abwesende Licht eine zentrale Rolle. In „Light Under“ werden die Objekte vom Licht um- und durchstrahlt; in den großformatigen floralen Motiven von „Gifts and Gaps“ stehen die hellen Blumen im dunklen Raum in ästhetisch hochspannender Beziehung im Bild. An- wie Abwesenheit des Lichts, seine Modulationen sind im Werk von Petra Kaltenmorgen ebenso präsent wie die ruhige, gelegentlich fast melancholische Gegenwart all der Dinge um uns herum. 

 

Petra Kaltenmorgen works as an artist primarily with the medium of photography, but also with installation and object art. In all of these genres, she explores she world of everyday things in an innovative and stimulating manner. In 1996, the artist wrote: “It involves relationships, the closeness or distance to the objects, to the elementary and the simple. The need to understand, to comprehend, is great. To do something thoroughly.” The early cycles, which exclusively involve black-and-white photography, address the world of things very objectively, without embellishment or sugarcoating. In many cases, the depicted things are cast in a new light, for example in the Blind Fields series where white objects are shown against a white backdrop, irritatingly undermining our usual ways of seeing. Or when people are presented in contre-jour shots in the GegenLicht series, where the overexposure of the image challenges our powers of imagination to complete the figures. 
Her series involving colour photographs similarly place mundane items in new and consternating situations in which the presence or absence of light plays a central role. In Light Under, light is shone at or through the objects, while in the large-format floral motifs of Gifts and Gaps the images of bright flowers in a dark space are placed in aesthetically tension-filled relationships. The presence or absence of light, its modulations, are just as intrinsic to the work of Petra Kaltenmorgen as the tranquil, sometimes even melancholic existence of all the things surrounding us. 







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