Raimund Kummer | KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN

KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN



Raimund Kummer

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Raimund Kummer

Michael Schwarz
2006



Als Raimund Kummer im Frühjahr 1979 in der Admiralstraße in Berlin-Kreuzberg drei gelbe Bauwagen fotografierte, hatte er davor zwei Entscheidungen getroffen: „Nie wieder ein Tafelbild malen!“ und „Situationen auf der Straße können Skulpturen sein“. Die Aufnahme dieser drei Bauwagen war nicht die einzige. Über ein Jahr entstanden mehr als 500 Diapositive von Bauwagen, Schutthalden, Behelfsbrücken, Schildern, Steinhaufen und Holzstapeln, von denen der Künstler 80 unter dem Titel Skulpturen in der Straße als Diaprojektion zeigte. Das entscheidend Neue an seiner Haltung war die Behauptung, dass unter bestimmten Bedingungen jeder Ort ein Ort der Kunst sein kann. Man muss ihn nur sehen. Diese Prämisse war für Raimund Kummer der Ausgangspunkt zur Entwicklung seiner ortsbezogenen Arbeiten: von der Umwidmung von Vorgefundenem bis hin zur Einbringung skulpturaler Strukturen in den Realraum. Diese Publikation veranschaulicht die unterschiedlichen Arbeitsweisen der letzten 25 Jahre. Michael Schwarz stellt in seinem Essay die ortsbezogenen Arbeiten von Raimund Kummer in den kunsthistorischen Kontext.

Raimund Kummer, geboren 1954, lehrt seit 1995 als Professor für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.




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