Werner Nöfer | KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN

KUNST DER GEGENWART AUS NIEDERSACHSEN



Werner Nöfer

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Werner Nöfer

Ludwig Zerull
2009



Werner Nöfer wurde Ende der 1960er Jahre als einer von wenigen deutschen Künstlern von der Kunstpresse mit dem Attribut eines „deutschen Pop-Artisten“ versehen. Früh nämlich hatte er eine mit Siebdrucktechnik vervielfältigbare Kunst kreiert, die Zeichen aus der Alltagsikonografie, z.B. aus Werbung und Verkehr entlieh. Seine stark farbigen Serigrafien vertrieb er gemeinsam mit einigen Künstlerkollegen in Grafik-Editionen so erfolgreich, dass man zeitweise den Eindruck haben konnte, in jedem studentischen Quartier der Generation ‘68 hinge ein Nöfer. Immer mehr entwickelte er in seiner Kunst ein neues Landschaftsbild der Stereotypen und der Vereinbarungen, „eine Kunst, die sich auf den Prüfstein der Ratio begibt“.

Werner Nöfer wurde 1938 in Essen geboren. Dort an der Folkwangschule begann er auch sein Studium, setzte es ab 1960 an der Hamburger Kunsthochschule fort und erhielt nach verschiedenen Gastprofessuren 1979 eine Professur für „Objektdesign und Kunst im öffentlichen Raum“ an der Fachhochschule Dortmund. Nöfer lebt und arbeitet aber seit 1982 im niedersächsischen Oberndorf an der Oste, nahe Stade.

Anfang der 1980er Jahre überraschte Nöfer mit einer völlig neuen Kunst, mit oft übermannsgroßen Papierobjekten mit Ebenen und in die der Betrachter fasziniert hineinblicken und immer neues entdecken kann, wenn er selbst seinen Standort verändert. Auch hier sind es Verkehrs- und Kommunikationswege, die Historie und Gegenwart von Stadt und Landschaft, das Vergessen und Zersiedeln derselben, worauf Werner Nöfer seinen und unseren kritischen Blick lenkt. Somit, in seinen Anfängen wie mit den „hängenden Papierlandschaften“, ist Werner Nöfer seit Jahrzehnten ein erfindungsreicher, kritischer und höchst eigenständiger Künstler im Lande.




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